Dropbox verschlüsseln

UnbenanntDass sich der Cloud-Speicher Dropbox großer Beliebtheit erfreut ist nicht verwunderlich: Alle Dateien in der Dropbox werden automatisch zwischen verschiedenen Geräten synchron gehalten und lassen sich dabei sogar über den Webbrowser abrufen. Auch kann man damit Dateninhalte bequem mit anderen teilen. Wer dem Anbieter allerdings nicht blind seine Daten anvertrauen will sollte unbedingt seine Dropbox verschlüsseln. Nebenbei bemerkt: Ueber eine bestimmte Zeit konnte man über den öffentlichen Bilderordner , der Dropbox automatisch angelegt hatte, diese Inhalte abrufen mit den Links: dropbox.com/gallery, oder dropbox.com/. Diese Möglichkeiten hat Dropbox inzwischen für die Oeffentlichkeit geschlossen, sodass man anstelle der Inhalte nur noch eine Fehlerseite angezeigt bekommt.

Warum sollten Dateien für Dropbox verschlüsselt werden?

Dropbox selbst wirbt damit, dass die abgelegten Dateien mit einer AES-246 Verschlüsselung gesichert werden. Die Krux dabei: Der Schlüssel ist auch Dropbox selbst bekannt. Daher setzt die Benutzung von Dropbox volles Vertrauen in den Anbieter voraus. Wer hingegen seine Dateien selber verschlüsselt, bevor sie überhaupt an Dropbox übergeben werden, hält selbst den Schlüssel in der Hand – Dropbox kann den Inhalt der Dateien also nicht mehr einsehen.

Dropbox ohne zusätzliche Software verschlüsseln

Wenn Sie die Ultimate oder Enterprise Variante von Windows Vista oder Windows 7 oder die Pro Variante von Windows 8 einsetzen, können Sie Daten verschlüsselt per Dropbox synchronisieren, ohne dazu zusätzliche Programme installieren zu müssen.
Dazu legen Sie einfach zuerst in der Festplattenverwaltung von Windows ein virtuelles Laufwerk an. Die Inhalte des Laufwerkes werden dabei in einer Datei gespeichert, die Sie in Ihrem Dropbox Ordner ablegen können, sodass sie automatisch synchron gehalten wird. Um die Verschlüsselung zu aktivieren führen Sie einen Rechtsklick auf das virtuelle Laufwerkt aus, das wie andere Laufwerke auch im Windows Arbeitsplatz aufgelistet wird. Nachdem Sie den Eintrag “BitLocker aktivieren” aus dem Rechtsklick Menü auswählen können Sie dann ein Passwort festlegen. Mit diesem wird der Inhalt gesichert. Alle Dateien, die Sie darauf hin in dem virtuellen Laufwerk ablegen, werden automatisch verschlüsselt.
Eine mit BitLocker geschützte virtuelle Fest Platte kann jedoch nur auf Windows Systemen mit BitLocker verwendet werden. Wenn Sie auch von Rechnern mit MacOS oder mobilen Geräten auf die verschlüsselten Inhalte zugreifen wollen, wird der Einsatz eines zusätzlichen Programms notwendig.

Ebenfalls nur unter Windows Betriebssystemen läuft die Verschlüsselung mit TrueCrypt.  Nach der Installation können Sie auf „Volumes“ und „Create new Volume“ klicken. Damit legen sie einen verschlüsselten Container an. Bei „Volume Size“ können Sie die Grösse des Speicherplatzes festlegen. Hier ist es wichtig zu wissen, dass diese Grösse dann auch in der Dropbox belegt wird, unabhängig davon wieviele Daten Sie in darin gespeichert haben. Eines sollte man auch noch überprüfen: Unter „Setting/Preferences , Windows“ muss „Preserve modification timestamp of file containers“ aktiviert sein, damit nur die geänderten Inhalte synchronisiert werden.

Inhalte in der Dropbox mit Boxcryptor verschlüsseln

Das Programm Boxcryptor ist für Heimandwender kostenlos, bietet aber auch bezahlte Funktionen wie die Verwendung auf mehr als zwei Geräten. Boxcryptor ist auch für MacOS, iOS und Android verfügbar. Daher empfiehlt es sich für Anwender, die nicht ausschließlich über Windows auf die in Dropbox gesicherten Dateien zugreifen. Bei der Installation erstellt auch Boxcryptor ein virtuelles Laufwerk, welches auf dem Arbeitsplatz angezeigt wird. Hier abgelegte Dateien werden im Hintergrund automatisch von Boxcryptor verschlüsselt und nur in der gesicherten Variante im Dropbox Ordner abgelegt. Da die Dateien einzeln verschlüsselt und nicht in einer großen Datei gemeinsam abgelegt werden, funktioniert zudem die Synchronisation mit Dropbox effizienter als bei der Verwendung von BitLocker.

Die Verschlüsselung von Dropbox muss nicht schwierig sein

Besonders spezielle Programme wie Boxcryptor lassen sich einfach bedienen und bieten so verbesserte Sicherheit ohne großen Mehraufwand. Ob für Familienfotos oder geschäftliche Unterlagen: Wer sichergehen will, dass private Dateien auch privat bleiben sollte nicht vergessen seine Dropbox zu verschlüsseln. Ein kleiner Tip noch: Wenn Sie Dropbox bis anhin ohne Verschlüsselung verwendet haben, vergessen sie nicht in Ihren Programmen, wie zum Beispiel Word in deren Einstellungen den automatischen Speicherort auf ihren verschlüsselten Container umzustellen.

Verschlüsselung mit EncFS (Encrypted File System)

Dieses Tool ist dahingehend interessant, indem hierbei ein Ordner lokal und unverschlüsselt angelegt wird und dieser dann verschlüsselt auf einen zweiten Ordner auch lokal gespiegelt wird. Die Inhalte dieses Ordners werden dann auf die Dropbox sysnchronisiert. Verschlüsselt werden Ordner und Dateinamen (je nach Einstellung) einzeln, was die Synchronisation mit der Cloud schneller macht. Auch wird dadurch das Konfliktmanagement, wenn mehrere Personen an den gleichen Daten arbeiten, unterstützt.

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