Netzwerkdrucker einrichten

Netzwerkdrucker einrichtenBevor Sie einen Netzwerkdrucker einrichten ist es zwingend notwendig, dass Sie sich mit den Gefahren auseinandersetzen, die von solch einem Gerät ausgehen können.  Dabei definiere ich als Netzwerkdrucker  ein Drucker, der eine direkte Verbindung zum Netz, eine integrierte Festplatte und ein eigenes Betriebssystem hat. Die meisten Drucker für Heimanwendungen haben keine eigene Festplatte.

Nachfolgend zeige ich Ihnen, wie Sie sich, bevor Sie den Netzwerkdrucker einrichten,  vor diesen Gefahren schützen können.  Am Schluss des Artikels wird die Problematik Netzwerkdrucker einrichten behandelt.

 

Was die Gefahren anbetrifft müssen wir uns mit 7 Hauptpunkten beschäftigen.

 

Punkt 1. Hacker können über das Netz einen Angriff auf ihren Drucker starten und Schaden anrichten.

Punkt 2. Der Datenverkehr über das Netz zu Ihrem Drucker kann von extern abgehört werden.

Punkt 3. Die Druckereinstellungen können über das Netz  verändert werden.

Punkt 4. Auf der Festplatte Ihres Druckers können Viren, Würmer und Trojaner von extern installiert werden. Ob Ihr Drucker eine Festplatte beherbergt merken Sie , wenn Sie ein Dokument einscannen, um davon mehrere Kopien zu erhalten. Wenn Sie nur einmal einscannen mussten, hat das Gerät  das Dokument im flüchtigen Arbeitsspeicher oder auf der Festplatte oder an beiden Orten abgespeichert. Wenn Sie nach der ersten Kopie wieder einscannen müssen, dann hat der Drucker weder einen Arbeitsspeicher noch eine Festplatte.

Punkt 5. Der Drucker kann DDoS– und FDoS-Angriffen ausgesetzt werden.

Punkt 6. Auf der internen Festplatte werden eingescante Kopien, ausgeführte Druckaufträge, ausgeführte Faxaufträge und diverse andere Sachen abgespeichert.  Darunter können sich Gehaltsabrechnungen, Steuererklärungen, Bankunterlagen, Konstruktionszeichnungen, Offerten, firmeneigene Erfindungen und viele andere Dokumente befinden.  Wollen sie den Drucker eines Tages verkaufen oder wird er gestohlen oder Sie müssen ihn altershalber entsorgen,  sind auf der Festplatte Daten gespeichert, die Sie nicht der Oeffentlichkeit zugänglich machen möchten.  All diese Daten können natürlich auch von einem Hacker oder einem Netzwerk-Administrator über das Netz ausgelesen werden.

Punkt 7. Ein unbeaufsichtigter Netzwerkdrucker, der einsam irgendwo in einer Ecke steht ist allen, die vorbei kommen zugänglich. Der Drucker kann offline manipuliert werden. Herumliegende Dokumente können mitgenommen werden.  Werkspionage.

 

Abhilfe für die Punkte 1 bis 5

Für die Punkte 1 bis und mit 5 gilt folgende Vorsichtsmassnahme. In der Regel hat jeder Router eine eigene Firewall. Diese muss eingeschaltet sein.  Somit kann man definieren, dass alles was ins Netz raus muss auch rausgelassen wird und was vom Netz rein darf wird mit Filtern bestimmt.  Somit haben nur berechtigte Personen Zugang zum Drucker über das Netzwerk. Der direkte physische  Zugang zum Drucker wird bei den Abhilfemassnahmen in Punkt 7  behandelt. Bei der Neuinstallation des Druckers sollte zwingend das Standardpasswort des Druckers geändert werden.  Ein periodischer Firmware-Upgrade für den Drucker ist ebenso wichtig, um Sicherheitslücken zu schliessen. Einige Druckerhersteller bieten einen Security-Kit an, der die Daten auf der Festplatte verschlüsselt.

Diese  Abhilfemassnahmen setzen voraus, dass alle an das interne Netzwerk angeschlossenen Computer, die Zugang zum Printer haben auch sicher sind. Das heisst die Computer und das Netztwerk  (auch das WLAN oder Wifi) müssen geschützt und die Benutzer müssen über Datensicherheitsmechanismen und entsprechendes Verhalten geschult sein. Wenn ein Hacker in einen PC via Trojaner eindringen kann, hat er natürlich auch Zugang zum Drucker. Hierbei ist es ratsam, auch einige andere Artikel dieser Seite zu lesen. Ein funktionierendes Backup, dessen Anleitung Sie kostenlos runterladen können, gehört auch dazu. Sehen Sie hier:

 

Abhilfe zu Punkt 6

Es ist ratsam, den Inhalt der Drucker-Festplatte von Zeit zu Zeit zu löschen. Dies kann man erreichen, indem man die Festplatte formatiert. Die meisten Netzwerkdrucker haben im Konfigurationsmenue diese Formatierungs-Möglichkeit eingebaut.

 

Abhilfe zu Punkt 7

Ein Netzwerkdrucker sollte entweder in einem abgeschlossenen Zimmer oder in der Nähe der Mitarbeiter, wo alle ihn sehen können, aufgestellt sein.  Dokumente, die nicht mehr gebraucht werden sollten geschreddert werden.

 

Nun gehen wir über zum Netzwerkdrucker einrichten

Netzwerkdrucker einrichten bei einem  Drucker ohne eigene Netzwerkkarte

Hier sei klargestellt, dass ich hier eine Direktverbindung  über LAN-Kabel oder USB-Kabel vorschlage, keine Wireless-LAN-Uebertragung.  WLAN empfehle ich nicht, weil es ungesund ist. Eines Tages wird man das erkennen, wie beim Aspest. Siehe : http://www.n24.de/n24/Wissen/Mensch-Natur/d/4007130/wlan-macht-pflanzen-krank.html

Dabei wird der Drucker mit einem PC oder mit einem Printserver über ein USB-Kabel direkt verbunden. Der PC oder der Printserver selbst wird von seiner Netzwerkkarte über ein LAN-Kabel mit einem HUB verbunden. An diesem HUB können nun alle anderen PC’s und Laptop’s, Notebook’s  und auch der Router angeschlossen werden.  Nachdem die Verkabelung  gemacht ist, bleibt noch die softwaremässige Verbindung. Im PC oder Printserver muss der Drucker softwaremässig installiert und freigegeben werden. Das ist eine Freigabe für das Netzwerk. Danach kann der Drucker für alle am HUB angeschlossenen Geräte verwendet werden.  Die softwaremässige Installation eines PC’s wird Ihnen im folgenden Video gezeigt.

 

Netzwerkdrucker einrichten bei einem Drucker mit eigener Netzwerkkarte.

In diesem Fall wird der Drucker von der eigenen Netzwerkkarte mit einem LAN-Kabel mit dem HUB direkt verbunden.  An diesem HUB können dann alle PC’s, Laptop’s und Notebook’s  und auch der Router angeschlossen werden.  Die softwaremässige Installation wird Ihnen im folgenden Video gezeigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.